Nachdem sich die Freising Grizzlies und die Wesseling Vermins nach dem ersten Spieltag der Best-of-5 Halbfinalserie mit jeweils einem Sieg getrennt hatten, fand vergangenes Wochenende das zweite Halbfinalwochenende zu Hause bei den Grizzlies statt. Dabei konnten am Samstag wieder beide Teams jeweils einen Sieg erringen, bevor sich die Wesseling Vermins am Sonntag durch einen Sieg im fünften Spiel für das Finale qualifizierten.

 

Spiel 1:

 

Im ersten Spiel standen sich Fiona Brosch für Freising und Claudia Volkmann für Wesseling im Circle gegenüber.

 

Die Wesseling Vermins starteten sofort mit einer aggressiven Offensive. Doch eine anfängliche Unsicherheit in der Freisinger Defensive, die den ersten Baserunner zuließ, wurde prompt durch ein Caught-Stealing der Catcherin Christine Groß übertrumpft. Zwar startete Julia de Jong daraufhin noch einmal mit einem Double, doch ein Strike Out sicherte ein punkteloses erstes Halbinning. Auch die Grizzlies konnten trotz zweier Hits im ersten Inning keinen Punkt nach Hause bringen.

 

Auch in den weiteren drei Innings konnten auf beiden Seiten keine Baserunner produktiv genutzt werden. Somit ging es mit einem Spielstand von 0-0 ins 5. Inning.

 

Dieses sollte nun endlich die erste Zahl auf das Scoreboard bringen: Milena Böttger brachte sich bei 2 Outs mit einem Double auf Base und scorte auf einen Single von Julia de Jong das 1-0. An diesem Punkt entschieden sich die Vermins für einen Pitcherwechsel auf Hannah Held. Doch so schnell gaben sich die Freising Grizzlies nicht geschlagen: Mara Sandner startete das Inning mit einem Single und erzielte nach einem erfolgreich gelegten Sac-Bunt, einem Single von Lioba Biswas und dem darauffolgenden RBI-Single von Nadja Honstetter den Ausgleich für die Bären.

 

Das 6. Inning blieb daraufhin wieder punktelos, wodurch der letzte und entscheidende Spielabschnitt mit einem Spielstand von 1-1 begann.

 

Die Vermins waren nun gewillt zu siegen und bauten ihre Führung durch vier Singles (Katharina Szalay, Milena Böttger, Julia de Jong und Maxine Dunford) auf 3-1 aus. Doch auch der Kämpfergeist der Grizzlies war noch nicht verflacht: Fiona Brosch begann das letzte Halbinning mit einem Single, woraufhin Lioba Biswas sofort mit einem weiteren Basehit folgte. Auch ein erneuter Pitcherwechsel auf Claudia Volkmann konnte die Punktejagd des Heimteams aus Freising nun nicht mehr stoppen: Christine Groß antwortete mit einem 2-RBI-Single und scorte auf einen hart erkämpften Walk von Mara Sandner den Winning Run.

 

Damit ging das dritte Spiel der Halbfinalserie mit einem Spielstand von 3-4 an die Freising Grizzlies.

 

1 2 3 4 5 6 7 R H E
Wesseling 0 0 0 0 1 0 2 3 8 3
Freising 0 0 0 0 1 0 3 4 10 2

Spiel 2:

 

Das zweite Spiel startete erneut Fiona Brosch für die Grizzlies und Alisha Theissen für die Vermins.

 

In dieser Partie zeigten die Gäste aus Wesseling von Anfang an Dominanz und ließen sich auch durch einen frühen Pitcherwechsel auf Mara Sandner nicht stoppen. Während die Grizzlies in den ersten beiden Innings noch keine Punkte verbuchen konnten, brachten die Wesselinger Damen durch zwei Doubles (Katharina Szalay und Alisha Theissen), einen Single (Julia de Jong) und drei Walks die ersten fünf Punkte nach Hause. Damit ging es mit einem Spielstand von 5-0 für die Vermins ins dritte Inning.

 

Brittany Barnes eröffnete das Inning mit einem Double und erweiterte die Führung dadurch auf 6-0. Doch nun waren auch die Schläger der Grizzlies wieder aufgewacht: Mara Sandner und Chiara Steffen begannen das Inning mit jeweils einem Single und konnten durch einen Fehler in der Defensive der Vermins auf 6-2 verkürzen.

 

Allerdings blieb auch die Offensive der Vermins weiterhin stark, wodurch sie im vierten Inning zwei weitere Runs scoren konnten.

 

Die Grizzlies hatten dem bis zum Ende des fünften Innings erst einmal nichts mehr entgegenzusetzen – nun startete erneut Mara Sandner die Punktejagd, diesmal mit einem Walk. Steffen und Brosch folgten mit einem Single und Sandner scorte auf einen produktiven Schlag von Biswas das 8-3.

 

Doch die Wesseling Vermins zeigten weiterhin ihre Stärke: Durch harte Schläge und leichte Unsicherheiten im Freisinger Feld konnten sie ihre Führung im 6. Inning auf 12-3 ausbauen.

Die Grizzlies mussten nun mindestens drei Punkte machen, um nicht der Mercy Rule zum Opfer zu fallen. Zwar konnten sie sich nach einem Pitcherwechsel der Vermins auf Hannah Held durch Hits der eingewechselten Rebecca Hillebrand und Tamara Biswas, einem Double von Chiara Steffen und einem weiteren Basehit von Fiona Brosch zwei weitere Runs scoren, doch diese waren für eine Fortsetzung des Spies nicht mehr genug.

 

Damit ging das zweite Spiel des Tages und vierte Spiel der Halbfinalserie mit 12-5 an die Wesseling Vermins.

 

1 2 3 4 5 6 7 R H E
Wesseling 4 1 1 2 0 4 12 12 2
Freising 0 0 2 0 1 2 5 10 2

 

Spiel 3:

 

Nachdem nun beide Teams jeweils zwei Spiele gewonnen hatten, sollte das fünfte Spiel die Entscheidung bringen und der Sieger ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einziehen.

 

Doch das entscheidende Spiel lief anders als erhofft: Die Grizzlies kämpften von Anfang an darum ins Spiel zu gelangen und kassierten im Laufe der Partie durch harte Schläge, Probleme in der Battery und Unsicherheiten auf dem Feld insgesamt 18 Gegenruns. Zwar zeigten sie im dritten Inning durch einen Single von Mara Sandner und Double von Chiara Steffen noch einmal ein Lebenszeichen und brachten einen Punkt auf das Scorebaord, doch das Spiel endete trotzdem nach nur vier Innings mit einem deutlichen Sieg für die Wesseling Vermins.

 

1 2 3 4 5 6 7 R H E
Wesseling 4 2 1 11 18 12 0
Freising 0 0 1 0 1 3 5

Damit stehen die Teilnehmer der DM-Finales fest: Die Wesseling Vermins werden mit den Mannheim Tornados um den Titel konkurrieren.

 

Doch nach einer kurzen Verdauungsphase geht es auch für die Freising Grizzlies wieder weiter: Sie kämpfen nun im Deutschlandpokal um weitere Siege, um der erfolgreichen Saison 2018 ein schöneres Ende zu verleihen. Dabei treffen sie bereits nächstes Wochenende auf die Karlsruhe Cougars und hoffen auf ein erfolgreiches Softballwochenende.

 

Text: Chiara Steffen

Fotos: Dirk Steffen

 

 

 

 

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