Buttermaker Trophy: Pink gewinnt

Ganz in Pink spielten sie, eine Farbe, die normalerweise für viele Slowpitch BBQ-Spieler nur zur Strafe in Form von Trikots oder Balletttutus getragen werden muss, wenn jemand Strikeout geht. Doch die Stars aus Hohenfels, allesamt in Deutschland stationierte amerikanische Soldaten, trug die Farbe zum Sieg. Von diesem Team konnten alle teilnehmenden Mannschaften noch etwas lernen. Seien es gezielte und starke Schläge oder präzise Spielzüge und Würfe, die Stars hinterließen bei der alljährlichen Buttermaker Trophy der Freising Grizzlies am Wochenende einen bleibenden Eindruck.

Der Buttermaker hat sich schon vor Jahren zu einem der beliebtesten Turniere in der Slowpitch BBQ-Szene entwickelt. Dieses Mal haben 16 Mannschaften um den Sieg gekämpft. Die Freising Grizzlies selber belegten dabei Platz 8, also genau im Mittelfeld. Anfangs spielten sie gegen die Therwil Flyers aus der Schweiz. Die Partie war von Anfang ausgeglichen, starke Spielzüge von beiden  Seiten machten das Spiel zu einer spannenden Geschichte. Allerdings konnten die Grizzlies in einem Inning einen kleinen Vorsprung ausbauen, den sie bis zum Schluss halten konnten. Letztendlich stand das Ergebnis mit sechs zu elf Punkten.

Die Freising Grizzlies am zweiten Turniertag:  v. l. stehend: Mahmut Yildiz, Stephan Neumaier, Frank Welle, Claus Schertel, Coach Leyla Yildiz,
Imran Latif, Silke Salomon, Markus Kaiser, Bernhard Mooser, Georg Gerzer, Jochen Kaiser
v.l. knieend: Christoph Kaiser, Batboy Vincent Schertel, Christian Andre, Johannes Lohmaier

Als zweites standen die Freisinger Deiner Mutter gegenüber. Das Funteam, das zum größten Teil aus nicht erfahrenen Spielern besteht, ist schon längst zu einem allseits beliebten Gegner geworden. In jedem Spiel steht der Spaß im Vordergrund, wobei  alle Beteiligten den Ehrgeiz zu gewinnen dabei nie verlieren. Seit dem letzten Buttermaker und dem Bavarian Classic im Mai steigerte das Team Deine Mutter sein Niveau, so dass auch dieses Spiel gegen die Grizzlies ausgeglichen war. Jedoch lagen die Grizzlies wieder eine Nasenspitze vorn und gewannen die Partie mit 13 zu acht.

In den nächsten Spielen verloren die Grizzlies gegen die Racoons aus Österreich mit 13 zu acht Punkten und gegen die Orcas aus der Schweiz mit 14 zu sieben Punkten. So spielten die Freisinger nun um die Plätze acht bis fünf. Im Duell gegen die  Legal Aliens, eine Spielercommunity aus Europa, zeigten diese den Freisingern, wo der Hammer hängt. Deutlich verloren die Bären das Spiel mit sechs zu 21.

Der erste Turniertag war danach zu Ende und die Mannschaften zogen sich zurück, um dann wieder ausgeruht ins Abendprogramm zu starten. Für Unterhaltung sorgte die Freisinger Band Midlife or Crisis? Sie spielten nicht nur das Lieblingslied der Grizzlies, „Centerfield“, sondern auch mehrere bekannte Hits und selbst geschriebene Lieder und sorgten dafür, dass der Eine oder Andere das Tanzbein schwang.

Am Sonntag gingen die Partien weiter, es wurde um die Platzierungen gekämpft. Doch der zweite Tag war für die Grizzlies nicht von Erfolg geprägt und sie verloren alle Spiele, weshalb sie am Ende auf Platz acht landeten. Nach und nach waren auch die anderen Partien zu Ende und zum Schluss der Buttermaker Trophy standen die Hohenfels Stars und die Vorjahressieger aus Österreich, die Rubberducks, auf dem Platz. Und dort zeigten sie einem staunenden Publikum, wie Slowpitch-Softball wirklich funktioniert. Schnelle Würfe, präzise Schläge in die Lücken und Homeruns, die besonders weit über den Zaun flogen, sicherten den Stars den Sieg mit 20 zu sieben.

Die Sieger der Buttermaker Trophy: Die Hohenfels Stars

Ein besonderer Dank galt an diesem Wochenende dem Förderverein der Freising Grizzlies, die alle Spieler und Zuschauer wieder Mal mit den besten Speisen und Getränken versorgten.

Das Endergebnis: 1. Stars, 2. Rubberducks, 3. Orcas, 4. Racoons, 5. Toros, 6. Legal Aliens, 7. Brams, 8. Grizzlies, 9. Discpiples, 10. Crazy Bones, 11. Northern Visitors, 12. Beasts, 13. Flyers, 14. Bavarian Royals, 15. Deine Mutter, 16. All Stars

Text: Leyla Yildiz

Fotos: Mahmut Yildiz

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