Damen splitten auch beim gegen die Legionäre

Sie hatten die Chance, sich für das Auswärtsspiel in Regensburg gegen die Legionärinnen zu revanchieren: Doch trotz der Anstrengung ging der Heimspieltag am 19. Juni der Freisinger Softball-Bundesliga-Damen genauso aus wie der Besuch in der Oberpfalz – mit einem Split. Das erste Spiel endete mit einem Sieg bei einem Punktestand von 11:4 und das zweite verloren die Bärinnen mit einem Score von 2:3. Damit stehen die Grizzlies auf Platz zwei der Tabelle hinter den ungeschlagenen Stuttgart Reds mit einem Stand von 5:3 Siegen.

Das erste Spiel begann Fiona Brosch als Pitcherin. Sie hatte es zu Anfang etwas schwer mit den Gegnerinnen. Diese setzten gezielt ihre Schläge in die Lücken und schafften es so die Freisingerinnen unter Druck zu setzen. Somit sicherten sie sich gleich den ersten Punkt des Spiels.

Doch nicht mit den Grizzlies: Nina Mann machte zuerst mit einem langen At-Bat die Pitcherin etwas müde. Letztendlich lohnte sich die Mühe und sie kam mit einem Walk auf die erste Base. Fiona Brosch opferte sich im Anschluss mit einem Sacrifice Fly, also mit einem Schlag in die Luft, und Mann konnte den ersten Punkt nach Hause laufen. Lioba Biwas machte es ihr im Anschluss nach.

In den nächsten zwei Innings schafften die Regensburgerinnen nochmal zwei Punkte auf ihrem Tableau zu verbuchen – die Grizzlies hingegen nicht. Das vierte Inning brachte dann den Knoten zum Platzen. Bei zwei Aus füllten die Gastgeberinnen die Bases. Somit waren alle Bases besetzt. Das war die Chance, möglichst viele Scores zu holen. Und die nutzen sie auch.

Sie wechselten Nina Mann gegen Chiara Steffen als Schlagfrau ein. Die Spannung war deutlich zu spüren. Davon ließ sich Steffen aber nicht beeindrucken und räumte die Bases mit einem tiefen Schlag durch die Mitte ins Outfield ab. Drei Punkte kamen so nach Hause und den Vorsprung bauten sie noch weiter aus. Bis am Ende der ersten Partie elf Punkte auf dem Grizzlies-Konto und vier auf dem der Regensburger standen.

Im zweiten Spiel setzten die Gäste wieder die berühmt berüchtigte amerikanische Pitcherin Kiley Jones ein. Gegen sie hatten es die Freisinger das letzte Mal schwer. Dementsprechend war die Motivation hoch, sich dieses Mal gegen sie durchzusetzen. Doch das Unterfangen war nicht so leicht.

Die Gegnerinnen legten mit einem Punkt vor. Das konnten die Grizzlies aber nicht nachmachen. Denn irgendwie kamen sie mit ihren Schlägen nicht durch die Defensive der Regensburgerinnen und auch nicht an der Pitcherin vorbei. Dementsprechend war die Erleichterung groß, als der heiß ersehnte erste Run durch Lioba Biswas gegen die Amerikanerin auf dem Tableau erschien. Zuvor setzen die Grizzlies das gegnerische Team gewaltig unter Druck, wobei diese ins Straucheln gerieten.

Die Retour-Kutsche ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Pitcherin Fiona Brosch bekam Probleme mit den Schlagfrauen aus Regensburg und brachte einige Spielerinnen mit Walks auf die erste Base. Das veranlasste die Freisingerinnen, Fiona Brosch gegen Mara Sandner auszuwechseln. Doch auch sie walkte weitere zwei Spielerinnen, bis sie endlich das langersehnte dritte Aus mit einem Strike-Out schaffte. Im weiteren Verlauf der Partie holten sich die Grizzlies noch einen Punkt, doch gegen die Legionärinnen konnten sie sich einfach nicht durchsetzen. Am Ende stand es 2:3 für die Gäste.

Im Großen und Ganzen zeigten sich die Freisingerinnen zufrieden mit dem Spieltag, besonders aber mit der ersten Partie, wie Spielerin Mara Sandner sagte. „Das zweite Spiel war besser als letzte Woche, aber es hat einfach noch nicht zu 100 Prozent gestimmt“, sagte Sandner. „Wir waren auf jeden Fall besser gestimmt und wir hatten die Einstellung, ‚wir können‘s.“

Text: Leyla Yildiz

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