Grizzlies Herren 1 mit enttäuschendem Saisonende

Horst-Dietrich

Horst Dietrich beendet aktive Karriere

Auch die letzten beiden Spiele der Saison 2015 gingen für die Bären am 09.08. verloren. Damit ist der letzte Tabellenplatz sicher und somit auch der Abstieg aus der Regionalliga. Die Grizzlies traten zum letzten Auswärtsspiel der Saison gegen die Royal Bavarians aus Füssen an. Der vorletzte gegen den zweiten der Tabelle – eigentlich eine klare Angelegenheit auf dem Papier. Das erste Spiel des Doubleheaders war jedoch aufgrund des aufopferungsvollen Spiels der Grizzlies bis fast zum Ende eine knappe Angelegenheit.

Ein Sieg musste her, um zumindest den vorletzten Tabellenplatz noch zu verteidigen. Horst Dietrich (1 1/3 IP, 1 ER, 1 H, 2 BB) bekam zum letzten Spiel seiner aktiven Laufbahn den Ball und sollte die Bären noch einmal zum Sieg führen. Leider zwang den Routinier eine Schulterverletzung zum vorzeitigen Aus und Jakob Hilf übernahm den Mound. Dieser zeigte wiedermal eine solide Leistung als Reliever (2 2/3 IP, 2 ER, 3 H, 4 BB, 1K) und hielt seine Mannschaft zusammen mit einer auf weiten Strecken fehlerfreien Defense im Spiel. Die Offensivreihen beider Teams zeigten, dass sie mit dem Schläger umgehen können und so wechselte die Führung mehrmals bis ins sechste und vorletzte Inning. Inzwischen hatte Rufus Flux den Platz als Pitcher auf dem Mound eingenommen. Er hielt seine Weste im fünften Inning mit keinem zugelassenen Run noch sauber, musste aber dann zusehen, wie der ehemalige Erstligaspieler Kai Bindemann ausholte und den Ball weit hinter der Leftfieldbegrenzung schlug. Damit war die Führung wieder bei Füssen. Diese legten noch zwei zusätzliche Runs zum Stand vo6:8 drauf. Die Grizzlies konnten in der letzten Schlagmöglichkeit nichts mehr entgegensetzen und mussten sich – trotz zehn erzielter Hits im Vergleich zu den neun der Füssener – geschlagen geben.

Das zweite Spiel ist schnell erzählt. Der junge Leftie Ramus Kolonko bekam den Start, musste aber schnell den Platz räumen und Flux übernahm wieder. Inzwischen waren die Füssener aber warm geschwungen und platzierten ihre Hits immer wieder zwischen die Feldverteidigung. Einige Walks der Freisinger Pitcher sorgten für immer neue Runner auf den Bases. So stand nach dem zweiten Inning bereits eine komfortable 0:10 Führung für die Königlich Bayerischen auf dem Scoreboard. Von diesem Genickschlag erholten sich die Bären nicht mehr und hatten mit insgesamt drei Hits – zwei davon von Coach Daniel Schober – auch nicht wirklich die Chancen, um das Spiel noch zu drehen. Nach fünf Innings griff dann die 10-Run-Regel und auch das zweite Spiel ging verdient an Füssen.

„Das Thema der Saison ist, dass wir uns weit unter unserem Wert verkauft haben – so auch heute. Das ist sehr bitter mitanzusehen, denn auch heute waren wir lange ebenbürtig und hätten zumindest einen Sieg holen können. Die junge Mannschaft lernt immer noch dazu und auch das Siegen muss man lernen. Wir werden wieder kommen“, so Coach Daniel Schober zum insgesamt enttäuschenden Saisonverlauf.

 

Text: Daniel Schober

Foto: Dirk Steffen

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