Spielbericht Softball Bundesliga – Grizzlies gegen Reds

Bei diesen beiden Partien standen sich ebenbürtige Gegner auf dem Platz gegenüber. Die Bundesliga-Softballerinnen der Freising Grizzlies, die momentan auf Platz zwei der Tabelle Süd liegen, bestritten am vergangenen Wochenende zwei Heimspiele gegen die Stuttgart Reds – den ungeschlagenen Spitzenreiter. 

Doch, obwohl die beiden Aufeinandertreffen ausgeglichen waren, hatten die Gäste aus der baden-württembergischen Hauptstadt ein glücklicheres Händchen. Die Spiele gingen mit 0:1 und 2:4 an die Reds. An der Tabellenkonstellation ändert sich damit nichts und die Stuttgarter sind nach wie vor auf Platz eins, die Grizzlies auf Platz zwei. 

In der ersten Partie stand Fiona Brosch als Starting Pitcherin im Circle. Sie glänzte sogleich mit einer sehr guten Serie und schickte die Schlagfrauen der Reds mit einigen Strikeouts ins Dugout zurück. Die Grizzlies konnten ihre Gegnerinnen in die Schranken weisen. Doch umgekehrt machten es diese genauso. Beide Mannschaften glänzten mit starken Spielzügen in der Defensive und ließen keine Punkte zu. Von Inning zu Inning.

Die Spannung baute sich im Verlauf des Spieles immer weiter auf. Nach den regulären sieben Innings konnte keines der Teams scoren. Darum ging es in ein Zusatz-Durchgang. Da es Gleichstand gab, kam die sogenannte Tie-Break-Rule zu tragen. Deshalb durften sowohl die Reds als auch die Grizzlies eine Läuferin auf der zweiten Base platzieren, um so schneller einen Punkt zu erzielen. 

Die Reds schafften das schließlich. Umso größer war dann der Wille der Freisingerinnen auszugleichen. Doch die Grizzlies verpassten den Anschluss durch zwei Strikeouts und einem Aus auf der ersten Base. Somit ging die erste Partie mit 0:1 an die Gäste. 

Im zweiten Spiel hatten die Stuttgart Reds zu Beginn ein glücklicheres Händchen. Schon im zweiten und dritten Inning holten sie sich insgesamt vier Punkte. Daran konnten die Grizzlies bis zum Schluss jedoch nicht anknüpfen. 

Erst im sechsten Inning gelang es durch die Defensive der Reds zu gelangen. Shaya Raziorrouh schaffte es mit einem Hit auf die erste Base und mit einem nachfolgenden Schlag von Mara Sandner auf die zweite Base. Zwei Wild Pitches verhalfen dann den Freisingerinnen zum ersten Punkt. 

Nach einer weiteren Nullrunde von Stuttgart setzten die Grizzlies Lea Salomon als Hitterin ein. Sie kam mit einem Single auf die erste Base und durch einen anschließenden Sacrifice Fly von Regina Guth schließlich nach Hause. Am Ende reichten die Anstrengungen der Grizzlies allerdings nicht, sodass das Spiel mit 2:4 für die Reds ausging. 

Im Nachgang ziehen die Grizzlies ein positives Fazit: „Die Defense war wie immer stark, es fehlt nur noch in der Offense“, sagte Spielerin Rebecca Hillebrand. „Wobei man da auch schon eine deutliche Besserung gesehen hat.“ Mit diesem guten Gefühl gehen die Freisingerinnen deshalb in die Post Season, denn die reguläre Saison ist mit dem letzten Spiel für die Grizzlies beendet. Dabei ist es jedoch noch nicht sicher, ob sie um die Deutsche Meisterschaft spielen oder nur um den Deutschland-Pokal. Das entscheidet sich erst nach den beiden Spielen der Guggenberger Legionäre aus Regensburg gegen die Tabellenführer aus Stuttgart.

Text: Leyla Yildiz

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