Doppelsieg gegen die Cougars

Gutes Wetter und Spielfreude – beides waren gute Voraussetzungen für den Heim-Spieltag in Attaching der Bundesliga-Damen der Freising Grizzlies. Das Team trat am 16. Mai gegen die Cougars aus Karlsruhe an. Im Vergleich zur letzten Partie gegen die Tübinger Hawks haben die Grizzlies eine deutliche Steigerung hingelegt – sowohl spielerisch als auch mental. Das zeigte sich dementsprechend im Ergebnis und die Damen konnten zwei Mal als Siegerinnen vom Platz gehen.

Im ersten Spiel begann Mara Sandner als Starting Pitcherin. Sie setzte die erste Schlagfrau gleich unter Druck und schickte sie mit einem Strikeout vom Platz. Doch bei der nächsten Batterin warf sie vier Balls hintereinander, sodass diese mit einem Walk auf die erste Base kam. Ein Bunt und ein Wild Pitch bescherten den Cougars den ersten Punkt.

Die Antwort der Gastgeberinnen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Mara Sandner startete als erste Schlagfrau und kam auf die erste Base. Rebecca Hillebrand opferte sich im Anschluss mit ihrem Schlag, sodass Sandner nach Hause laufen und den Grizzlies den Ausgleich sichern konnte. Und dann folgte die große Überraschung. Fiona Brosch, die schon in der Vergangenheit durch starke Hits aufgefallen ist, haute den Ball über den Zaun raus – Homerun. Der erste der Saison in Attaching.

Mit einer 2:1 Führung gingen die Grizzlies ins zweite Inning. Sandner schüttelte ihre anfänglichen Schwierigkeiten ab und fabrizierte ein Strikeout nach dem anderen. Und klappte es einmal nicht, stärkte ihr das Team den Rücken. Das Zusammenspiel der Mädels war enorm gut und das zeigte sich bis zum Schluss. Gezielte Schläge wie etwa durch Shaya Raziorrouh, Lioba Biswas oder Chiara Steffen, verhalfen den Grizzlies am Ende zu einem Ausbau der Punkte auf 7:1 und damit zum ersten Sieg.

Zu Beginn des zweiten Spiels startete Fiona Brosch als Pitcherin. Ihre Schwester Franca saß ihr als Catcherin gegenüber und brillierte gleich im ersten Inning mit einem starken Play. Die Läuferin der Karlsruherinnen versuchte die zweite Base zu stehlen. Franca Brosch bemerkte den Plan schnell und warf gezielt auf den Shortstop Lioba Biswas. Die fing den Ball, taggte die Läuferin und machte sie aus. Wie im ersten Aufeinandertreffen gingen die Cougars mit einem Punkt aus dem ersten Inning.

Gestärkt machten sich die Grizzlies nun ans Werk und sicherten sich einen Score nach dem anderen. Die Mannschaft machte es den Cougars schwer und schlug direkt in die Lücken. Gepaart mit aggressivem Baserunning brachte es den Freisingerinnen einen Vorsprung von 8:1. Die Gäste schafften es noch durch starke Schläge ins Outfield drei Punkte auf ihrem Tableau zu verbuchen. Das nahmen die Grizzlies zum Anlass, erneut aufzudrehen und sicherten sich weitere vier Punkte.

Mit einem Vorsprung von 12:4 gingen sie ins fünfte Inning, in dem das Team Shaya Raziorrouh als Pitcherin einsetzte. Die junge Spielerin hatte ihren ersten Einsatz in dieser Saison auf der Position und sie machte mit den Gegnerinnen kurzen Prozess. Zwei Aus standen schon auf dem Konto der Grizzlies und das dritte brannte ihnen schon in den Fingern. Raziorrouh pitchte der Gegnerin einen Ball, die schlug ihn direkt zu ihr zurück. Der Ball droppte an ihrem Handschuh ab, nur um zwei Meter hinter ihr im Handschuh von Teresa Vanah zu landen. Ein fulminantes Fly-Out, das den Grizzlies den zweiten Sieg brachte. Endstand 12:4 – nach Mercy Rule.

Der Leistung entsprechend war das Team hochzufrieden. Spielerin Chiara Steffen: „Mental war das eine ganz andere Nummer als letztes Mal“, sagte sie. „Wir sind körperlich und geistig im Spiel angekommen.“ Es sei eine enorme Teamleistung gewesen. Spieltagscoach Nico Steffen konnte dem nur zustimmen. „Ich bin stolz auf die die Grizzlies und hochzufrieden“, sagte er.

Text: Leyla Yildiz

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