Freundschaftlicher Sonntagnachmittag

Sonntagnachmittag und kein Baseball? So oder ähnlich musste der Regensburger Jugendcoach beim Blick in den Kalender gedacht haben. Kurzerhand fragte er in Freising nach, ob wir nicht Lust auf ein Freundschaftsspiel hätten.

Gesagt, getan, am Sonntag, 26.09.2021 reisten also die Guggenberger Legionäre nach Attaching, um bei herrlichem Baseball-Wetter ein Freundschaftsspiel auszutragen. Der harte Kern der Grizzlies bildete einen knapp besetzten Kader, als dann auch noch Verletzungen dazu kamen, hatten wir zwar eigentlich nicht mehr genug Spieler, aber unsere Gäste liehen uns gerne immer zwei Outfielder aus.

Die Zuschauer bekamen dann eine klassische Grizzlies–Legionäre-Partie zu sehen. Zuerst denken die meisten Grizzlies, sie hätten eh keine Chance und bemerken dann aber doch, dass man durchaus mitspielen kann.

Sam Hermann übernahm die Aufgabe auf dem Mound, hielt die Legionäre an der kurzen Leine und hatte gute Unterstützung durch unsere Gäste im Outfield, die einige ihrer eigentlichen Teamkollegen durch Flyballs ausmachen konnten. Die Legionäre konnten somit bis zum Ende des dritten Innings keine Punkte machen.

Die Grizzlies mussten kämpfen, um Hits zu erzielen, der Pitcher der Legionäre zeigte gute Kontrolle und schnelle Pitches, aber insgesamt konnte man schon sehen, dass die Grizzlies hitten wollten. Gleich im ersten Inning konnten Felix Ströll mit einem Double Lennox Gross, der per Walk auf Base gekommen war, nach Hause bringen und somit die Führung erzielen, die auch bis zum Ende des dritten Innings bestehen blieb.

Im vierten Inning hatten sich die Legionäre dann eingeschwungen und scorten nach einem Walk, einem Double, einem Triple und einem weiteren Walk insgesamt vier Runs. Die Grizzlies ließen sich aber nicht entmutigen und wollten ebenfalls noch ein paar Runs erzielen. Johan Millitzer erzielte den zweiten Hit des Spiels für die Grizzlies und wurde anschließend von Finn Millitzer, der einen Fehler der Legionäre-Defense ausnutzte, nach Hause gebracht. Im fünften und letzten Inning übernahm Korbinian Sulilatu als Closer den Mound, er erledigte die Aufgabe schnell und effektiv, Noah Seifert im Centerfield pflückte den letzten Flyball aus der Luft und die Grizzlies wechselten ein letztes Mal in die Offense. Leider war auch das schnell erledigt, ein Aus auf 1B und zwei Strikeouts und die Partie ging mit 4-2 an die Legionäre.

Nach der Pause ging es in Spiel zwei, die Stimmung war gut und auch untereinander hatten die beiden Teams Spaß zusammen. Da gab es dann schon mal Anweisungen, wo der Gegner doch bitte hinschlagen soll und kurzen Ratsch-Pausen auf den Bases.

Für die Grizzlies teilten sich Korbinian Sulilatu und Johan Millitzer die Arbeit auf dem Mound, eine hervorragende Gelegenheit für die jüngeren Pitcher, auch schon mal gegen ein schlagstarkes Team zu werfen. Regensburg erzielte in den fünf Innings insgesamt neun Runs. Die Grizzlies wollten wieder hitten und ließen sich auch nicht vom wirklich extrem flotten Pitching der Legionäre abschrecken. Insgesamt sprangen in diesem Spiel zwar nur ein weiter Hit von Finn Millitzer und zwei Hits ins Outfield von Felix Ströll raus und somit auch nur ein Run. Aber alle Spieler wollten den Ball treffen, hatten gute Kontakte, waren dann aber den Schritt zu langsam um gegen das Legionäre-Infield auf Base zu kommen. Ab der Mitte des zweiten Spiels unterstützte Johannes Ströll noch das Grizzlies-Team, so dass man dann immerhin acht „eigene“ Spieler aufs Feld brachte.

So ging ein schöner Sonntagnachmittag zwar mit zwei Niederlagen, aber auch zwei wirklich ansehnlichen Spielen, harten Kontakten, die jetzt noch in Hits umgemünzt werden müssen, guter Stimmung und viel Spaß auf beiden Seiten zu Ende.

Text: Familie Ströll

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