Grizzlies-Schüler mit großem Erfolg

Als Bayerischer Meister der Saison 2021 hat sich unser Schülerteam für die Deutsche Meisterschaft in Mainz qualifiziert.

Am Freitag, 17.09.2021 brachen also 17 aufgeregte Grizzlies, ihre Coaches und zahlreiche Eltern und Geschwister in Richtung Mainz auf.

Insgesamt sechs Teams hatten sich für das Turnier qualifiziert, in Gruppe 1 kämpften die Paderborn Untouchables, Stuttgart Reds und Bad Homburg Hornets um die Halbfinal-Plätze und in Gruppe 2 bekamen es die Grizzlies mit den Berlin Flamingos und Gastgeber Mainz Athletics zu tun.

Im ersten Spiel gegen die Flamingos am frühen Samstagvormittag legten die ersten Schlagleute der Grizzlies gleich richtig los und erzielten vier Runs im ersten Inning. Rosalie Acbas begann für die Grizzlies auf dem Mound, machte ihre Sache gut und so konnten die Grizzlies mit einer 4-2 Führung in Inning zwei wechseln. Auf beiden Seiten wollten die Coaches noch keinen Pitcher über eine längere Zeit werfen lassen, so dass alle Pitcher aufgrund der Turnier-Regeln nach fünf Battern gewechselt wurden. Insgesamt ziehen die vielen Wechsel ein Spiel dann etwas in die Länge, aber natürlich wollten beide Teams auch Pitcher sparen. Die Grizzlies ließen sich durch immer wieder neue Pitcher nicht aus der Ruhe bringen und legten gleich noch mal nach. Auf den oberen Teil der Lineup war, wie den Rest des Turniers auch, Verlass und Thomas Hopfensperger, Cooper Hegen, Rosalie Acbas und Johannes Ströll hitteten zuverlässig und so kamen gleich nochmal vier Runs dazu. Für die Grizzlies übernahm nun Vincent Schertel den Mound, zwei Strikeouts, ein Walk und ein Caught Stealing später führten die Grizzlies nun schon 8-2.

Im letzten Inning hatten die Flamingos dann arge Probleme, die Grizzlies in Schach zu halten. Freising konnte fast die gesamte Lineup zweimal durchbringen und die Bären erzielten insgesamt 13 Runs. Die Freisinger Coaches wechselten eifrig durch, so dass auch die weniger erfahrenen Spieler Spielzeit bekommen konnten. Korbinian Lohmaier auf dem Mound musste zwar noch ein paar Hits hinnehmen, der Grizzlies-Sieg geriet aber natürlich nicht mehr in Gefahr und nach einem erneuten Wechsel erzielte Raphael Acbas das letzte Aus mit ein Strikeout zum 21-6 Sieg.

Der Anfang war gemacht, der erste Sieg gab den Grizzlies ein gutes Gefühl und so konnten die Jungs und Mädels in ihrer Pause schon mal den nächsten Gegner studieren, die Mainz Athletics.

Auf beiden Seiten übernahmen diesmal die eigentlichen Starting Catcher den Mound, für die Grizzlies also Johannes Ströll. Nach einem ersten Aus von Third Baseman Thomas Hopfensperger zu Lukas Gattermeyer auf 1B musste Johannes einen Walk, einen Hit und einen Homerun von den ersten starken Mainzer Schlagleuten und somit drei Runs hinnehmen. Er ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und schickte dann zwei Strikeouts hinterher. Auch wenn die ersten beiden Grizzlies mit Strikeout und Flyball ausgemacht wurden, wollte Freising weiter Hitten, Rosalie schaffte es auf Base und konnte nach einem weiten Hit von Johannes den ersten Run des Spiels erzielen. In Inning zwei drehten die Mainzer Schlagleute schnell wieder ins Dugout um, nach zwei Strikeouts, einem Runner nach einem Wackler im Freisinger Centerfield und einem weiteren Strikout gab es keine Punkte für Mainz. Korbian Lohmaier schlug anschließend ein schönes Double, wurde aber nach zwei Strikeouts und einem Flyball auf Base zurückgelassen, keine Punkte auf beiden Seiten.

Im dritten Inning waren wieder die schlagstarken Mainzer Jungs als erstes dran und hier wurde Johannes leider ein bisschen von seiner Defense im Stich gelassen. Ein Wackler bzw. eine kleine Schläfrigkeit im Outfield und ein Error im Infield brachten mehr Läufer auf Base als nötig. Anschließend waren aber alle Grizzlies wieder konzentriert bei der Sache und kamen mit zwei gegnerischen Runs aus dem Inning. Auch Freising war wieder bei Schlagmann zwei der Lineup angelangt und Cooper, Rosalie und Johannes lieferten wieder ab und erzielten ebenfalls zwei Runs, mit 5-3 konnte der Rückstand also noch im Rahmen gehalten werden.

Aufrund der Pitcherbegrenzung musste Johannes den Mound räumen, er tauschte mit Thomas Hopfensperger 3B und Pitcher. Rosalie Acbas wechselte auf 1B und Kilian Sulilatu übernahm das Centerfield. Drei kluge Wechsel, die direkt drei Aus brachten! Nach einem Double erzielte Rosalie das erste Aus auf 1B nach schönem Wurf von Shortstop Cooper Hegen, Kilian das zweite Aus mit einem hervorragenden Flyball im Centerfield und Johannes fing einen harten Linedrive lässig direkt aus der Luft. Somit konnte Mainz nur einen Run nach dem Sac Fly erzielen und die Grizzlies kamen wieder in die Offense. Und jetzt machten es die Jungs und Mädels so spannend, dass sich die mitgereisten Fans kaum auf den Sitzen halten konnten. Lukas Gattermeyer kam per Walk auf Base, Thomas Hopfensperger schlug einen kräftigen Hit ins Centerfield, RBI für ihn. Leider stoppte ihn niemand auf der dritten Base und so war er selbst ganz knapp aus auf Home. Aber kein Problem für die Grizzlies, die Jungs und Mädels ließen sich nicht durcheinanderbringen und machten einfach weiter. Cooper und Rosalie erzielten wieder Hits und ließen sich wieder von Johannes mit einem Double nach Hause schlagen, das war der Ausgleich!! Anschließend kam Second Baseman Raphael Acbas nach einem Hit by Pitch auf Base und Kilian Sulilatu ließ einen super Hit folgen, mit dem er Johannes über die Platte brachte und damit den Winning Run! Kilian freute sich schon in perfekter Walk-Off Manier, bevor die Coaches ihn gerade noch rechtzeitig aufs Erste Base zurückschickten, die Spielzeit von 1,5h war noch nicht erreicht und Mainz pochte natürlich darauf, eventuell noch ein Inning beginnen zu können. Die nächsten beiden Freisinger hatten aber noch nie was von Trödeln gehört und nahmen jeweils gleich die ersten Pitches, die Zuschauer zitterten und wünschten sich dringend ein offenes Schuhband oder ähnliches, um die Führung über die Zeit zu retten. Vincent Schertel hatte dann doch ein Einsehen mit den Nerven der Zuschauer und ließ sich noch ein paar Balls werfen. Nach einem guten Kontakt und einem Flyball beendete der Umpire diese super spannende Partie nach 1,5h und wahrscheinlich gerade mal ein paar Sekunden beim Spielstand von 7-6 für die Grizzlies!

Die Grizzlies lagen sich in den Armen und konnten tatsächlich den Gruppensieg feiern.

Am Sonntagvormittag warteten im Halbfinale die Untouchables aus Paderborn. Rosalie bekam die Aufgabe, die Paderborner Offense in Schach zu halten und sich vor allem auch nicht von der ersten, richtig starken Schlagleuten durcheinander bringen zu lassen. Im ersten Inning legte Paderborn gleich mächtig los, nach einem Double, Basehit, Walk und zwei weiteren Hits brachte Paderborn gleich vier Runs über die Platte. Im Gegenzug konnte unsere Offense nichts gegen den schnellen Pitcher aus Paderborn ausrichten, drei Strikeouts später ging es mit 0-4 ins zweite Inning. Rosalie warf weiterhin konstant gut, sie konnte viele der „hinteren“ Schlagleute per Strikeout ausmachen, gegen die Schlagleute Eins bis Vier hatten die Grizzlies aber nicht viel entgegenzusetzen. In diesem Inning gab es zwei weitere Runs, darunter einen Homerun für Paderborn. Für die Grizzlies Offense schaffte nur Johannes zumindest den Ball ins Spiel zu bringen, bevor sich Paderborn in Sicherheit wähnte und ihren Pitcher nach fünf Battern wechselte. Doch noch konnten die Grizzlies nicht davon profitieren.

Aber auch Paderborn musste jetzt in Inning drei ohne Run auskommen. War hier noch was drin? Endlich kam der erste Punkt für die Grizzlies über die Platte, Korbinian Lohmaier stealte sich bis auf Home vor und feierte den ersten Run zum 6-1.

In Inning vier gelang den Grizzlies gleich ein schönes Aus durch Leftfielder Korbinian. Die obere Hälfte der Paderborner Lineup war wieder am Schlag und hittete nach wie vor sehr zuverlässig. Rosalie und anschließend Cooper Hegen auf dem Mound mussten zwei weitere Runs einstecken, bevor die Grizzlies noch mal in den Angriff wechselten. Mit dem neuen Paderborner Pitcher kam Freising gut zurecht und die Grizzlies wollten nochmal zeigen was sie draufhaben. Cooper, Rosalie, Johannes und Kilian erzielten Hits und RBIs, bevor Korbinian ein tolles Triple schlug und somit insgesamt vier Punkte über die Platte kamen. Die Grizzlies hatten bis auf 5-8 aufgeholt und die Untouchables zumindest so weit geärgert, dass diese ihren vermeintlich besten Pitcher vorsichtshalber schon mal zum Warm-Up schickten. Im fünften und letzten Inning musste auch Freising noch mal den Pitcher wechseln, Thomas übernahm den Mound und machte kurzen Prozess, 3 up, 3 down. Letzte Chance für die Grizzlies zur Aufholjagd, nach zwei Aus erzielte Rosalie den ersten Hit, Johannes tat es ihr gleich, aber Rosalie konnte nichts gegen ihr Aus auf 2B tun.

Das Halbfinale ging somit mit 8-5 an die Untouchables. Fairerweise wahrscheinlich ein auf dem Papier knapperes Ergebnis als es der Spielverlauf vermuten lässt. Gegen die stärksten Paderborner Pitcher und Schlagleute hatten wir nichts entgegenzusetzten und Paderborn hatte das Spiel schnell im Griff, so dass die Mannschaft Pitcher „sparen“ konnte.

Die Grizzlies haben aber einen tollen Kampf geliefert und sich nie aufgegeben. Mit erhobenem Haupt ging es somit gleich im Anschluss in das Spiel um Platz drei.

Im kleinen Finale warteten wieder die Mainz Athletics, die in ihrem Halbfinale den Stuttgart Reds einen tollen Kampf geliefert und nur knapp verloren hatten. Die Grizzlies-Coaches stellten das Team etwas um, um auch den Spielern noch Spielzeit zu geben, die bisher wenig gespielt hatten. Die Grizzlies als Gastteam legten direkt los, Thomas, Cooper, Johannes und Maksim erzielten Hits und kombiniert mit einigen Walks waren das gleich mal zwei Punkte.

Cooper Hegen startete auf dem Mound, hatte gute Unterstützung seiner Defense und so kamen die Grizzlies ohne Gegenpunkt aus dem Inning. Im zweiten Inning konnte Cooper Hegen noch mal einen Hit erzielen, gepaart mit einem Strikeout und zwei Aus auf Base sprangen allerdings keine Punkte für die Grizzlies mehr raus. Kein Problem für die Grizzlies, Cooper hielt die Athletics an der kurzen Leine, zwei Strikeouts und ein Aus auf 1B und schon ging es mit einem Vorsprung von 2-0 ins dritte Inning. Hier drehten die Grizzlies noch mal richtig auf, nach Hits von Johannes, Maksim Seifert, Vincent Schertel, Gustav Grenz und Emily Schertel und Walk für Gregor Pagany brachten die Grizzlies insgesamt drei Runs nach Hause und bauten ihren Vorsprung auf 5-0 aus. In der Defense luden sich die Grizzlies bei zwei Aus nach einem Double, Basehit und Walk zwar noch die Bases voll, ein Strikeout beendete dieses Inning dann aber auch ohne Punkt für Mainz.

Jetzt wurden einige Freisinger gewalked, bevor Rosalie mit einem Double und Thomas mit einem inside-the-park-homerun insgesamt fünf Teamkollegen nach Hause brachten und die Führung auf 10-0 ausbauten. Die Gegenwehr der Athletics war jetzt deutlich zurückgegangen, zudem waren die hinteren Schlagleute an der Reihe, zwei Strikeouts von Closer Thomas Hopfensperger und ein Aus auf 1B beendeten das Spiel und brachten die ersehnte Medaille für die Grizzlies! Das Team feierte ausgiebig mit einer Wasserdusche und ließ sich von den Coaches und mitgereisten Fans feiern.

Herzlichen Glückwunsch!

Ein tolles Turnierwochenende ging zu Ende, das Grizzlies Schülerteam hat rausgeholt was ging. Die Jungs und Mädels zeigten über beide Tage tolles Baseball, haben immer bis zum Schluss gekämpft und sich den Pokal für den dritten Platz redlich verdient.

Wie schon bei der Bayerischen Meisterschaft zahlte sich auch hier wieder der breite Kader der Grizzlies aus, vor allem beim Pitching zeigten alle eingesetzten Spieler gute Qualitäten, hohe Kontrolle und gute Nerven. Um ganz zur Spitze aufzuholen fehlt es hier noch an noch höherer Geschwindigkeit und dem ein oder anderen Off-Speed-Pitch.

Auch beim Hitting haben sich die Grizzlies stark verbessert. Die ganz guten, schnellen und kurvigen Pitches sind noch nichts für unser Schülerteam, aber abgesehen von diesen wenigen Ausnahme-Pitchern kamen viele unserer Grizzlies mit den gegnerischen Pitchern gut zurecht und wollten jederzeit hitten.

In diesem Jahr hatte unser Schülerteam nichts mit dem Finale zu tun, die Teams aus Stuttgart und Paderborn waren hier einfach noch ein Stück weg. Der große Grizzlies-Vorteil der nächsten Jahre könnte aber unsere sehr junge Mannschaft sein.

Einige Leistungsträger müssen das Team nun zwar altersbedingt in die Jugend verlassen, aber auch die jungen Wilden haben schon einiges drauf und werden in den nächsten Jahren sicherlich wieder eine sehr gute Rolle auch auf Deutschen Meisterschaften spielen.

Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Coaches Carsten Sperl, Georg Thalhammer, Armin Hegen, Klaus Hopfensperger und Claus Schertel, die das Team die ganze Saison über vorbereitet und an diesem Wochenende betreut haben.

Text: Familie Ströll

Fotos: Christian Grenz, Günter Seifert

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